EYES WIDE OPEN ?


Wie bereits viele Leute glaube ich, dass es Dinge gibt, die in unserem (politischen, wirtschaftlichen und sozialen) System falsch laufen ... und, dass es einiges mehr an Informationen gibt als die, die uns in den allgemeinen Medien täglich präsentiert werden. Das Internet bietet unglaubliche Möglichkeiten, seinen Wissensdurst zu stillen und die Richtigkeit von Meldungen aus Zeitung und Fernsehen nachzuprüfen. Leider sind die meisten Leute überfordert mit der Fülle der Quellen und Möglichkeiten.


Deswegen habe ich eine Linkliste zu Videos (Filme, Dokus, Kurzreportagen, Interviews, Literatur, Links) aus dem Internet zusammengestellt, die in verschiedene Kategorien eingeteilt sind (Wirtschaft, Geschichte, USA, 11. September, Gesundheit, Internet, Klima, Mix). Ziel ist es, eine Sammlung an Informationen anzubieten, die die Mainstream-Medien so nicht weitergeben (obwohl sie wichtig für das Verständnis der Zusammenhänge sind).


Das Hauptkriterium für die Auswahl des Videomaterials, das ich in diesem Blog zusammenführe, war der intellektuelle Schock, der in mir ausgelöst wurde als ich mit den verschiedenen Informationen konfrontiert wurde, die meine bisherige Weltanschauung durcheinander brachten. Diese Wahl ist natürlich subjektiv und die Idee dieser Website ist, diese Liste in partizipativer Weise zu erweitern durch Links und Kommentare von EUCH .

 

Seid kritisch und überprüft die Quellen der Informationen, die Ihr täglich durch verschiedenste Medien erhaltet.


Wir hoffen, diese Seite bringt euch einigen Wissensdazugewinn und hilft euch besser über Dinge, die unsere ganze Gesellschaft angehen, urteilen zu können.

Plastic Planet

Dauer: 1:35 h

 

Plastic Planet ist ein Kinodokumentarfilm von Regisseur Werner Boote. Der Film zeigt Plastik und generell synthetische Kunststoffe in ihren verschiedensten Formen und ihrer weltweiten Verbreitung. Beginnend mit einem biografischen Rückblick in seine Kindheit – zu seinem Großvater, der in den 1960er Jahren Geschäftsführer der deutschen Interplastik-Werke war – spannt Boote den Bogen in die Gegenwart, in der Plastikprodukte allgegenwärtig sind.


Boote reist um die Welt, beobachtet und befragt Menschen bei ihrem Leben inmitten von Plastik: von Familien in ihren Einfamilienhäusern in Österreich und den USA bis hin zu solchen in einfachsten Hütten in Kolkata. Er führt Interviews mit Sprechern der Kunststoffindustrie und mit Wissenschaftlern, die über die gesundheitlichen Gefahren von Zusatzstoffen – insbesondere Weichmachern – sprechen.

Boote stellt dar, wie allgegenwärtig Plastik in all seinen Formen geworden ist und wie Kunststoffabfälle bis in die entlegensten Gebiete der Erde verteilt werden. Exemplarisch zeigt er das anhand der Wüste Marokkos und dem Pazifik (vgl. Müllstrudel), wo die Partikel zerfallender Plastikabfälle von Meereslebewesen für Plankton gehalten und gefressen werden, was zu ihrem Tod führen kann. (Auszug Wikipedia.de)

Entstehungsjahr: 2009

Regie:  Werner Boote 

 

http://www.youtube.com/watch?v=DoNu8hTOBag

 

Auszeichnungen:

- 2010: Film- und Fernsehpreis Romy als bester Kino-Dokumentarfilm
- 2010: „Honorable Mention“ bei der International Documentary Competition des XIII. Environmental Film Festivals Cinemambiente
- 2010: Filmbewertungsstelle Wiesbaden: Prädikat besonders wertvoll.

[Quelle: Wikipedi.de, "plastic planet"]

Grundeinkommen
Dauer: 1:30 h

Entspannter Dokumentarfilm, der in einfacher und leicht verständlicher Weise die Idee des "Grundeinkommens für jeden Menschen" vorstellt, einen neuen Ansatz der für Gleichberechtigung steht und durch seine Alternativen zum Nachdenken anregt.
Regie: Danihäni et Enno Schmidayant
Entstehungsjahr: 2010
Links:

http://video.google.com/videoplay?docid=4150916215221542744#

Geld als Schuld


Dauer : 45 min.


Sie glauben, es sind die einzelnen Staaten, die verantwortlich sind für die Erschaffung von Geld? Sie glaubten, die Banken verleihen nur soviel Geld, wie sie haben? Um das Land der Illusionen und Träume zu verlassen, hier eine  einfache Lehre über die Geschichte des Geldes und die derzeitige Funktionsweise der Wirtschaft.


Entstehungsjahr : 2007


Regie : Paul Grignon ist ein kanadischer Künstler, der in dieser Eigenproduktion in Form eines animierten Zeichentrick-Lehrfilm die Entstehung von Geld pädagogisch wertvoll erklärt.

 

 

 

Links, Bücher, Material:

http://de.wikipedia.org/wiki/Geldsch%C3%B6pfung
http://en.wikipedia.org/wiki/Money_as_Debt
http://www.moneyasdebt.net/
http://www.paulgrignon.netfirms.com/MoonfireStudio/

http://www.soziologie.uni-halle.de/huber/publikationen.html#a11

Der letzte Link führt auf die offizielle Seite von Prof. Dr. Joseph Huber, seit 1992 Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Umweltsoziologie  an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Hier finden sich sehr interessante (kurze und ausführlichere) Berichte über eine Neugestaltung unseres monetären Systems (Geldwesen und Vollgeld). Seine Forschung umfasst unter anderem die Bereiche:

  • Ökologische Modernisierung und technologische Umweltinnovationen
  • Lebenszyklusanalyse und evolutive Dynamik moderner Gesellschaften
  • Geldreform
  • Neue Ordnungspolitik im vereinten Deutschland der Berliner Republik.

www.monetative.org

 Dauer: 50 min

 

Die Wurzel der jüngsten Finanzkrisen liegt im heutigen Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die maßlose Überschuldung vieler Beteiligter. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für

1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung

2. die Beendigung jeglicher Bankengeldschöpfung

3. die schuldenfreie Inumlaufbringung neu geschöpften Geldes durch öffentliche Ausgaben.

[Auszug www.monetative.org]

 

Eine einfache Alternative die Geldschöpfung effizienter und gerechter zu gestalten. Interview mit dem Professor der Wirtschaftssoziologie Joseph Huber.

 

 

 

http://www.youtube.com/watch?v=nhK7F2iv_oQ&feature=related

 

Kaufen für die Müllhalde (ARTE)

Dauer: 1,5 h

 

Kürzlich ausgestrahlter Dokumentarfilm von Arte über die Reduzierung der Lebensdauer verschiedener Industrieprodukte. Glühbirnen, Nylonstrümpfe, Drucker, Mobiltelefone - bei den meisten dieser Produkte ist das Ablaufdatum bereits geplant. Der Verbraucher wird sei Jahrzehnten dazu erzogen, lieber einen neuen Artikel zu kaufen, als den defekten reparieren zu lassen. Die bewusste Verkürzung der Lebensdauer ines Industrieerzeugnisses, um die Wirtschaft in Schwung zu halten, nennt man "geplante Obsoleszenz". Bereits 1928 schrieb eine Werbezeitschrift  "Ein Artikel, der sich nicht abnutzt, ist eine Tragödie fürs Geschäft".
Gestützt auf mehr als drei Jahre dauernde Recherchen, erzählt die Dokumentation die Geschichte der geplanten Obsoleszenz. Sie beginnt in den 20er Jahren mit der Schaffung eines Kartells, das die Lebensdauer von Glühbirnen begrenzt, und gewinnt in den 50er Jahren mit der Entstehung der Konsumgesellschaft weiter an Boden.

 

Die Folgen dieser Konsumerziehung zeigen sich bei den verheerende Umweltfolgen,  den riesigen Elektroschrottdeponien im Umkreis der ghanaischen Hauptstadt Accra. Neben diesem schonungslosen Blick auf die Wegwerfgesellschaft stellt Cosima Dannoritzer auch Lösungsansätze von Unternehmern vor, die alternative Produktionsweisen entwickeln.

 

Technik sollte unseren Alltag erleichtern, nicht unseren oder den Lebensraum anderer verwüsten noch  außschließlich auf unseren Geldbeutel fixiert sein.

Erscheinungsjahr: 2010


Regie: Cosima Dannoritzer


Alle Videos zum Ansehen bei Youtube, "Kaufen für die Müllhalde".

Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Obsoleszenz#Geplante_Obsoleszenz

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96koeffektivit%C3%A4t

http://www.gemeingueter.de/1555/c2c-kongress-in-graz/

http://www.fr-online.de/home/von-der-wiege-zur-wiege/-/1472778/3380600/-/index.html


The story of electronics 
Dauer: 7:47 min

Unser täglich Brot (Trailer)


Dauer: 92 min.


Einer der bemerkenswertesten Dokumentarfilme, der ohne Worte auskommt und dennoch einschlägig die Situation der Lebensmittelproduktion im europäischen Raum darstellt. N. Geyrhalter zeigt Bilder des alltäglichen Produktionsablaufes unserer Lebensmittel, die für die meisten Menschen weder alltäglich, noch bewusst sind (es aber sein sollten).
Weder für Tiere und Pflanzen, die in diese industriell perfektionierte Produktionsweise eingepasst wurden, noch für die Menschen, die in solcheinem sterilen Arbeitsumfeld arbeiten müssen, ist dies human.
Diese kurzen Auszüge genügen nicht, um den Inhalt dieser Dokumentarfilmleistung zu erfassen. Der Film sollte unbedingt in seiner Gänze gesehen werden.

 

Entstehungsjahr : 2005


Regie: Nikolaus Geyrhalter
Produktionsfirma: Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion (Wien)
Verleih: Alamode Filmverleih (München) © Alamode Film

Links, Bücher :

http://de.wikipedia.org/wiki/Unser_t%C3%A4glich_Brot_%282005%29

http://www.unsertaeglichbrot.at/jart/projects/utb/website.jart?rel=de&reserve-mode=&content-id=1130864825121

 

 

The story behind cosmetics

 

Dauer: 2:29 min

 

Sehr kurze Faktensammlung zu den Inhalten von Kosmetica,
die die meisten von uns täglich im Einsatz haben.

 

http://www.youtube.com/watch?v=DjgkN6IpYr8

The story of bottled water

 

Dauer: 8:04 min

 

The story of stuff-Projekt behandelt verschiedene Themen (hier die Wertschöpfungskette Wasser) und bereite diese didaktisch hochwertig und leicht verständlich auf. So werden komplexe Zusammenhänge nachvollziehbar gemacht und zum aktiven N achdenken angeregt.

http://www.youtube.com/watch?v=Se12y9hSOM0&playnext=1&list=PL727967CF34FE6E15&index=50
http://www.storyofstuff.com/

The story of stuff

 

Dauer: 21:19 min


Eine kurze Geschichte zur Entstehung von Dingen, deren Anfang und Ende. Produktionsprozesse, Konsequenzen von übermäßigem Konsum, viele Fakten und noch mehr Wahrheiten, vor allem aber wichtige Zusammenhänge, die Annie Leonhard glänzend vermittelt.

 




Die Welt von Monsanto - Mit Gift und Genen

 

Dauer: 1:49 min

Regie: Marie Monique ROBIN

 

Sehr interessante und hervorragend recherchierte Dokumentation von arte über einen Multinationalen Biotechnologiekonzern, der aus Geschäften mit Agent Orange, PCB (Polychlorierte Biphenyle) oder Gen-Pflanzen seine Vormachtstellung auf dem Weltmarkt im Biotechnologiebereich bestreitet.

 

Erfolgreich ist der Gigant auf dem Agro-Sektor deshalb, weil er beste Beziehungen zu Regierungsbehörden hat, Druck ausübt oder Gutachten manipuliert, um seine Produkte auf den Markt zu bringen. Monsantos Skandalgeschichte ist lang: So zeigt Robins Film, dass Monsanto seit Jahrzehnten über die hochtoxische Wirkung von PCB, eines der schlimmsten Umweltgifte, Bescheid wusste. Die Verkäufer aber erhielten die Weisung, darüber zu schweigen.

 

In Verruf geriet die Firma auch wegen des Verkaufs des Wachstumshormons rBGH. In Europa und Kanada sind sie verboten: Risiken für Verbraucher, die Milch von entsprechend behandelten Kühen trinken, konnten nicht ausgeschlossen werden. In den USA versuchte Monsanto Molkereien gerichtlich zu zwingen, nicht mehr mit dem Aufdruck rBGH-frei zu werben.

 

Tatsächlich stammen 90 Prozent aller weltweit angebauten Gen-Pflanzen von Monsanto. Über Patente sichert sich der Konzern weitreichende Zugriffsrechte auf die Produktion unserer Lebensmittel: Die Ernte gehört nicht dem Landwirt allein. Über exklusive Nutzungsrechte kann der Konzern bestimmen, wer was zu welchen Preisen kaufen darf. Denn selbst die verarbeitete Ernte, also das Endprodukt ist im Patentanspruch enthalten.

 

Das global agierende Unternehmen verfolgt ein atemberaubendes Ziel: Es will die globale Landwirtschaft vollständig unter seine Kontrolle bringen, sagt Ulrike Brendel, Gentechnikexpertin von Greenpeace. Dabei greifen Monsantos Strategien wie Zahnräder ineinander: Einflussnahme auf Politik und Wissenschaft, Aufkauf konkurrierender Unternehmen, aggressiver Erwerb von Patenten, Kontrolle von Landwirten und Inkaufnahme der Kontamination unserer Nahrungsmittel mit Gen-Pflanzen. (kurzzusammenfassung google videos, leicht abgeändert)

 

Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Polychlorierte_Biphenyle

http://de.wikipedia.org/wiki/Monsanto

 


Anschließende Diskussion zum Dokumentarfilm von M.M. ROBIN auf Arte

Dauer: 33:52 min

 

Klimapropaganda in den Medien

 

Hier einige Kurzmeldungen zum Klimawandel: ...

 

Dauer: 2:49 min

Cap & Trade

 

Dauer: 9:56 min

 

The story of Cap & Trade ist ein mit scheinbaren Fakten unterlegte Lösung (am letzten Klimagipfel in Kopenhagen 2009 beschlossen), dem Klimawandel entgegenzutreten.

Annie Leonard erklärt, was hinter diesem Konzept von "Energy-Tradern" und Wall Street Financiers steckt und enthüllt den Teufel, der wie immer im Detail steckt. Wer also nicht weiß, was hinter dem Begriff "Cap & Trade" steckt und wer die Profiterue dieses Mechanismus sind, sollte sich diese knappen 10 Minuten Zeit nehmen. Es lohnt sich!


 
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